Austauschen, nachdenken, reflektieren

Eine Woche Pause. Pause von unzähligen Eindrücken, der Schnelligkeit an Informationen und dem alltäglichen Arbeitsleben ohne Internet und der Verbindung zur Aussenwelt.

Das Zwischenseminar in Peru im Eco Truly Park in der Nähe von Lima war eine Woche voller Entspannung, Entschleunigung und Durchatmen.
Peru hatte sich uns bis dahin nicht von der besten Seite präsentiert, da wir anstatt 38 Stunden ganze zwei Tage zur Anreise nach Lima brauchten. Die Busfahrt ging die meiste Zeit durch die Wüste, sodass wir nur braune, gelbe Landschaft gespickt mit Müllbergen an den Straßenrändern zu sehen bekamen.

Hinter den Mauern unseres Seminarortes jedoch befand sich ein riesiger Garten mit vielen Bäumen, Blumen, Wiesen und überall ein Plätzchen, um sich zu setzen und auszuruhen. Der Eco Truly Park wird von der Religionsgemeinschaft Hare Krishnas betrieben, deren Glaubenssätze uns bei einer Führung durch den Park nähergebracht wurden.
Liebe gegenüber allen Lebenwesen, weswegen rein vegetarisch und nur aus Eigenanbau gegessen wird. Reinheit von Körper und Seele, welche durch den Verzicht auf Alkohol, Zigaretten und Drogen, sowie Meditationen und Yoga bewirkt wird. Toleranz gegenüber allen Religionen, die vereint sind durch Liebe und Respekt!

Für das Zwischenseminar trafen sich Freiwillige aus Kolumbien, Costa Rica, Peru und Ecuador, um unter der Leitung von Via e.V. Teamern die vergangenen Monate zu reflektieren und uns auszutauschen. Es war interessant die anderen Freiwilligen, die ich teilweise aus dem Vorbereitungsseminar schon kannte, wiederzusehen und zu hören, was sie so erlebt haben. Insgesamt war das ganze Seminar darauf ausgelegt, uns über die Themen auszutauschen, die uns beschäftigten. Es ging um Selbst- und Fremdwahrnehmung, Sicherheit und Rückkehrer-Engagement. Wir haben uns kritisch mit den Begriffen “Kultur” und “Entwicklungspolitik” auseinander gesetzt und diskutiert. Unsere Themen waren sehr interessant, aufschlussreich und ich habe wieder neue Denkanstöße bekommen.
Wir konnten auch an den Angeboten des Parkes teilnehmen, wie Temascal (eine Schwitzhütte), verschiedenen Zeremonien, Yoga, Strandsäuberungen und Traumfänger basteln.

Ob uns die Umstellung auf vegetarisches Essen nicht gut tat oder ein Virus in die Gruppe eingeschleppt worden war, wissen wir nicht, jedenfalls hatten in dieser Woche 22 von 29 Teilnehmern Magen-Darm-Probleme. Bei zweien sogar so stark, dass sie ins Krankenhaus mussten und zwei andere früher abreisten. Ich konnte mich bis auf kleinere Problemchen auf den Beinen halten, bin jedoch überaus vorsichtig geworden, was das Essen und die Toiletten betraf.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir diese Woche unglaublich gut getan hat und mich in meiner Persönlichkeitsentwicklung vielleicht wieder ein Stückchen weiter gebracht hat.

 

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